Archiv für Juni 2008

Rückblick: 50 Jahre Marienhaus in Essen

Donnerstag, 5. Juni 2008

Gut drei Wochen ist es her - das Marienhaus feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Es war eine erfolgreiche Festwoche für die wir uns nochmals bei allen Beteiligten bedanken möchten! Auch erreichten uns viele Glückwünsche in dieser Zeit.

Zum Ausdruck möchten wir diese Glückwünsche mit dem Schreiben der AOK vom 09.05.2008 bringen:

Sehr geehrter Herr Bonerz,
sehr geehrte Damen und Herren,

zum 50jährigen Bestehen des Kath. Alten- und Pflegeheim Marienhaus gGmbH sprechen wir Ihnen die herzlichsten Glückwünsche aus.

Die Altenbetreuung hat sich über die Jahre großen Herausforderungen stellen müssen. Ihre Einrichtung ist diesen Weg engagiert mitgegangen und präsentiert sich heute als Altenheim, in dem sich Bewohnerinnen und Bewohner mit Ihren Angehörigen gut betreut und wohl fühlen können. Darauf können Sie stolz sein.

Wir blicken nunmehr viele Jahre auf eine stets spannende und anregende Zusammenarbeit mit Ihnen zurück und bedanken uns auf diesem Wege für Ihren unermüdlichen Einsatz in der Sache, der auch uns im Bemühen um eine qualitätiv hochwertige Versorgung der Heimbewohner in Essen inspiriert hat.

Für ihre Festveranstaltung, zu der wir leider aufgrund einer Terminüberschneidung nicht kommen können, wünschen wir Ihnen viel Erfolg und für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Rolf Buchwitz
Oliver Hartmann

Der Unterschied zwischen Menschen im Altenheim und “Knut & Co” im Zoo!

Donnerstag, 5. Juni 2008

Was es mit dieser leicht provokanten Aussage auf sich hat, möchte ich Ihnen gerne aus meiner persönlichen Sicht heraus erläutern.

Kein Zweifel - die Altenhilfe krankt am Negativimage in unserer Gesellschaft und steckt offenbar in der Dauerkrise. Geschürt von Medienberichten über “schwarze Schafe” wird die Branche von einem Tief zum anderen geschaukelt. Die Medizinischen Spitzenverbände der Pflegekassen bestätigen der Altenhilfe in 2007 allenfalls eine leichte Verbesserung der Ergebnisqualität gegenüber 2003.

Ich bin es leid mir diese Unfruchtbarkeit erzeugter Leier in der Öffentlichkeit ständig anzuhören und mich als Verantwortlicher hier und dort dem Gefühl ausgesetzt zu sehen, für die Altenhilfe ständig in die Positionen der Rechtfertigung gehen zu müssen. Schließlich macht und tut man doch alles Erdenkliche gerne, um den uns anvertrauten Menschen eine hohe und würdige Lebensqualität zu ermöglichen. Die Mitarbeiter gehen dabei, wie in keiner anderen Branche, täglich bis an ihre Grenzen.

Man stelle sich vor - und das bringt mich auf die Barrikaden - in einem Berliner Zoo erlangte binnen kurzer Zeit ein Eisbär namens “Knut” & Co schon Weltruhm, aber für was?

Das Pflegeheim der Stadt in dem alte und kranke Menschen leben, die Deutschland zu dem gemacht haben was es heute ist, kennen dagegen nur wenige. Ist das der verdiente Dank?

Sollen wir aber der Aufmerksamkeit wegen noch einen Zoo betreiben?

Für uns gilt weiterhin die Devise “Nah am Menschen”. Und dafür machen wir täglich gerne den erforderlichen Spagat, den wir allerdings nicht finanziert bekommen, unter oftmals ungeeigneten Rahmenbedingungen. Geprüft werden wir dazu noch - und das ist kein Scherz - wir die Atomindustrie.

Was ist uns Pflege als tatsächlich wert?

Zurzeit nicht viel, so meine These!

WICHTIG - ANKÜNDIGUNG!

Dienstag, 3. Juni 2008

Am Donnerstag, den 05.06.2008 um 14.00 Uhr wird dem Marienhaus in Essen vom Pflege-Selbsthilfeverband e. V. als eines der ersten Häuser drei Sterne als “Auszeichnung für menschenwürdige Pflege” verliehen.

Rahmenprogramm:

Begrüßung durch Herrn Georg Bonerz, Geschäftsführer des Marienhauses
Vorstellung der Auszeichnung durch Adelheid von Stösser, Vorsitzende SHV

Standpunkt: Herr Andreas Bik, Stiftungsvorstand St. Ludgeri Altenheim
Standpunkt: Frau Heike Allhorn, QMB, Marienhaus
Grußworte: Heimbeirat St. Ludgeri - Stiftung
Frau Anna Margarete Wellendorf
Herr Werner Dörnemann
Heimbeirat des Marienhauses
Frau Irmgard Schwittai
Leiter des Seelsorgeamtes und Aufsichtsratsmitglied im Marienhaus - Herr Monisignore Dr. Wilhelm Tolksdorf

Bezirksbürgermeister des Bezirks IX - Herr Hanslothar Kranz (angefragt)

Dankesworte durch Herrn Georg Bonerz
Anschließend folgt ein Sektempfang
Studenten der Folkwang Musikschule in Essen begleiten den Festakt mit einem Duett für Oboe und Gitarre

Am selbigen Tag findet zudem um 19.00 Uhr in der Kapelle des Marienhauses die Veranstaltung

“Runder Tisch: Pflege im Marienhaus” statt.

An der Diskussionsrunde nehmen Adelheid von Stösser, Harry Fuchs, Martin Peis sowie die beiden Geschäftsführer Georg Bonerz und Hubertus Volmer teil.

Themen- bzw. Schwerpunktgebiete werden sein:

- Wohn- und Teilhabegesetz
- Pflegeweiterentwicklungsgesetz
- Neufassung des Pflegebegriffes

Was werden uns diese Veränderungen an positiven oder negativen Dingen bringen?

Hierzu laden wir jeden Interessierten herzlich ein!